Achtung: Nächster Redaktionsschluss ist der fünfte November 2016 (Thema: Wünsche )

Eine kleine Auswahl an redaktionellen Beiträgen. Wesentlich mehr finden Sie in der Print - Ausgabe

Die Wegwarte - treue Leuchte am Wegesrand

von Maren Axt

 

Der August ist gekommen, es ist Hochsommer. Wir genießen die Wärme, das Licht, die Fülle.
Aber es mischen sich mehr und mehr Gefühle der Wehmut hinein, der Zenit des Jahres ist längst überschritten, die Tage werden kürzer, die Felder sind zum Teil schon abgeerntet und der Herbst nähert sich mit großen Schritten. Wie schnell doch die Zeit vergeht, der Sommer, ein halbes Jahr, ein halbes Leben.

Für mich ist der August ein Monat des Innehaltens. Ich genieße die sonnigen Tage viel intensiver, als noch im Juli, schaue mir die Pflanzen in meinem Garten genauer an, genieße die Farben und Formen der späten Blüten und ihre Düfte, den Schatten der Bäume, den Staub, wenn es lange nicht geregnet hat. Das alles erlebe ich intensiv, wohl wissend, dass all dies vergänglich ist, so wie auch ich es bin.

 

                                                                                                     

Weiter lesen...

 

Wie die Homöopathie zu Einsichten und besseren Lebensperspektiven verhilft

von Kai Kröger

 

Der Mann war Ende 50, sah jedoch viel älter aus, und er humpelte an Krücken ins Sprechzimmer. In flottem, beinahe schon frivolem Ton forderte der Patient die Rettung seiner Zehe, aber die Aussicht auf Heilung seines Gesundheitsproblems war alles ande-re als lustig. Der Patient litt zudem schon sehr lange an einem Lungenemphysem – also einer Überblähung der Lungenbläschen, die nicht umkehrbar ist –, er hatte eine Magen-schleimhautentzündung und gönnte sich außerdem täglich zwei Schachteln Zigaretten. Eine gute Woche vor diesem Termin hatte er sich die vierte Zehe seines rechten Fußes angestoßen. Schnell entwickelte sich im Bereich der Verletzung ein Geschwür, das zu einer Gangrän (Wundbrand mit Gewebsuntergang) wurde. Die Zehenspitze und das darunter liegende Gewebe waren angeschwollen und bereits schwarz verfärbt.

 

Weiter lesen…

Yoga – ein Weg der inneren Verwandlung durch bewusste Wahrnehmung

von Monika Schübel

 

Yoga ist heute in aller Munde und wird von vielen Ärzten als Selbstheilungsmethode anerkannt und empfohlen, weil sie eine zunehmende Verbesserung des Wohlbefindens bei ihren Patienten erleben oder sich selbst auf den Weg begeben, um diese Erfahrungen an sich zu erleben und zu erforschen.
Es ist ein Weg der Selbsthilfe und dem Willen zur Eigenverantwortung, indem ich erfahre, wie ich mich bewege, wie ich atme, warum ich mich verspanne, mich unter Druck setze und mich gestresst fühle.  Mit zunehmender Aufmerksamkeit durch die körperöffnenden Techniken des Yoga erfahren wir ein Wohlgefühl, dass unsere Wahrnehmung vertieft und uns neugierig macht, mehr über uns selber und die Lebenszusammenhänge zu erfahren. In welcher Lebenssituation befinde ich mich? Welche Gedanken und Bewertungen verhindern es, der zu sein, der ich bin? Welchen Einfluss hat dies auf meine Alltagshandlung, auf die Kommunikation mit meinen Mitmenschen? Wie beeinflusst meine Lebenshaltung Verspannungen in meinem Körper, meinen Stoffwechsel, mein Hormonsystem und in Wechselwirkung wieder mein Verhalten? Irgendwann stellt sich die Frage nach dem Sinn unseres Lebens, den viele von uns in der sich ständig rotierenden zeittrennenden Leistungs- und Informationsgesellschaft, des immer funktionieren müssen für andere, verloren haben.

 

Weiter lesen...